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Rheumaklinik der Fachklinik 360°

In unserer Fachklinik in Ratingen arbeiten wir nach aktuellen Erkenntnissen der rheumatologischen Forschung. Somit bieten wir Ihnen eine fachärztliche Versorgung nach modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dank unserer vollwertigen internistischen Klinik und der engen Zusammenarbeit mit der orthopädischen Abteilung und der stationären Schmerztherapie bieten wir Ihnen eine umfassende Versorgung.

Rheumatische Erkrankungen

Rheuma hat viele Erscheinungsformen. Im sogenannten rheumatischen Formenkreis gibt es sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Sie können von der kaum spürbaren Entzündung eines einzelnen Gelenkes bis zu lebensbedrohlichen Systemerkrankungen von Blutgefäßen und inneren Organen reichen. Für alle diese Erkrankungen sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner und stehen Ihnen beim gesamten Krankheitsverlauf zur Seite.

Zu den Rheumaerkrankungen gehören:

  • Klassisches Entzündungsrheuma der Gelenke (rheumatoide Arthritis)
  • Schuppenflechtenrheuma (Psoriasisarthritis)
  • Entzündliches Wirbelsäulenrheuma (axiale Spondyloarthritis)
  • Gicht und andere Kristallerkrankungen der Gelenke
  • Gelenkentzündungen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa (Enteropathische Arthritis)
  • Gelenkentzündungen nach einer Infektionserkrankung (Reaktive Arthritis)
  • Gelenkentzündungen durch Infektion mit „Borrelien“ (Lyme-Arthrits)
  • Komplexe rheumatische Erkrankung mit u. a. Entzündungen von Gelenken, Haut und inneren Organen (Kollagenosen wie z. B. systemische Lupus erythematodes)
  • Entzündungen von Tränen-und Speicheldrüsen mit Schleimhauttrockenheit (Sjögren-Syndrom)
  • Verhärtungen von Haut, Bindegewebe und Blutgefäßen (Systemsklerose)
  • Rheumatische Entzündung von Muskeln und Haut (Dermatomyositis / Polymyositis)
  • Schmerzhafte Muskelsteife der Oberarm- und Beckengürtelregion (Polymyalgia rheumatika)
  • Blutgefäßentzündungen / Vaskulitiden (z. B. der Schläfenarterie - Arteriitis temporalis oder kleiner Gefäße - Polyangiitis)
  • Erkrankungen des Knochens mit erhöhter Knochenbrüchigkeit (Osteoporose)
  • Multiorganerkrankung mit gelegentlicher Beteiligung der peripheren Gelenke (Sarkoidose)
  • Nicht-entzündliche weichteilrheumatische Erkrankung (Fibromyalgiesyndrom)
  • Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenleiden
Diagnostik der Fachklinik 360°

In der Rheumaklinik der Fachklinik 360° in Ratingen werden Sie von erfahrenen Internisten untersucht und behandelt. Somit können wir den Großteil aller internistischen Fragestellungen während Ihres stationären Aufenthaltes beantworten. Dies ist für die Behandlung der häufig komplexen rheumatologischen Krankheitsbilder ein entscheidender Vorteil.

Patientengespräch und körperliche Untersuchung

Um eine exakte Diagnose Ihrer rheumatischen Erkrankung zu stellen, ist für uns die genaue Befragung und sorgfältige Untersuchung entscheidend. Ausführliche Patienteninformationen und eine detaillierte körperliche Untersuchung sind die Grundvoraussetzungen, um die für Sie notwendigen diagnostischen Schritte festzulegen.

Laboruntersuchungen

In Kooperation mit einem großen externen Labor können wir alle Blutuntersuchungen durchführen, die zur Beantwortung Ihrer rheumatologischen Fragestellung erforderlich sind. Dazu gehören z. B. die Bestimmung von Auto-Antikörpern und die Untersuchung auf relevante Genmerkmale. Außerdem können wir Proben von Gelenkflüssigkeit untersuchen, um der Ursache von Gelenkschwellungen näher auf den Grund zu gehen.

Röntgen / CT / MRT

In der Fachklinik 360° haben wir die Möglichkeit, die notwendige bildgebende Diagnostik wie z. B. Röntgen, CT-Untersuchungen und Knochendichtemessungen mit der anerkannten „DEXA“-Technik mit moderner Technik unmittelbar durchführen zu lassen. MRT Untersuchungen übernimmt bis jetzt noch ein externer Radiologe, mit dem wir bereits seit Jahren kooperieren.

Ultraschall / Gelenk-Ultraschall

Die Ultraschalldiagnostik ermöglicht es, die meisten Organe des Körpers unmittelbar und ohne Nebenwirkungen auf krankhafte Veränderungen zu untersuchen. Alle gängigen Methoden einschließlich der Echokardiographie setzen wir in der Rheumaklinik ein. Auch Gefäßuntersuchungen (Doppler/Duplex) sind möglich.

Darüber hinaus verfügen wir über ein hochauflösendes Ultraschallgerät, mit dem sich krankhafte Veränderungen von Gelenken, Sehnen und Sehnenscheiden sowie an Gefäßen besonders gut darstellen lassen. Mittels einer speziellen Methode zur Darstellung des Blutflusses in der Gelenkinnenhaut können wir Entzündungen sichtbar machen.

Lungenfunktionsdiagnostik

Eine Lungenbeteiligung im Rahmen rheumatischer Grunderkrankungen ist ein nicht selten auftretendes Begleitphänomen. Sollte dies nötig sein, können wir bei Ihnen auch Untersuchungen durchführen, um Ihre Lungenfunktion zu beurteilen.

Langzeitblutdruckmessung

Sollten Sie bei uns in der Klinik stationär aufgenommen werden, ist selbstverständlich eine Langzeitblutdruckmessung während des gesamten Aufenthaltes möglich.

Kooperation mit anderen Fachärzten (Konsiliaruntersuchung)

Die entzündlichen Prozesse bei rheumatologischen Krankheitsbildern betreffen in einigen Fällen auch weitere innere Organe. Die richtige Einschätzung und Beurteilung ist dabei unbedingt erforderlich, um das für Sie optimale therapeutische Vorgehen festzulegen. Hierzu arbeiten wir seit vielen Jahren mit ausgewählten Spezialisten (Fachärzte für Erkrankungen der Lunge, der Nieren, des Herzens sowie Augenärzten, Hautärzten und Neurologen) zusammen, die Sie ggf. zusätzlich untersuchen, um den Befund abzuklären.

Kapillarmikroskopie

Mittels Auflichtmikroskopie der Nagelfalz können nebenwirkungsfrei Hinweise auf Rheumaerkrankungen, insbesondere bei dem Vorliegen von Gefäßspasmen ( Raynaud-Syndrom ) gewonnen werden.

Therapie

In unserer Klinik werden Sie nach den aktuellen Erkenntnissen in der Therapie rheumatischer Erkrankungen behandelt. Hierbei ist die Auswahl der richtigen Medikamente die Basis der rheumatologischen Therapie.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie entzündlicher Gelenkerkrankungen basiert auf drei Säulen:

  • cortisonfreie Antirheumatika (NSAR)
  • cortisonhaltige Antirheumatika
  • Biologika und Basistherapeutika

Rheumaschmerzmedikamente (NSAR) lindern schnell Ihren Schmerz und wirken gering entzündungshemmend. Ihr Einsatz sollte jedoch nicht unkritisch und unbedingt unter Berücksichtigung der Vorerkrankungen des Patienten erfolgen. In der Regel erhalten Sie diese Medikamente zur kurzfristigen Schmerzlinderung.

Durch Kortisonpräparate werden Entzündungen hochwirksam gehemmt. Ihr gezielter Einsatz ist in der Rheumatologie häufig erforderlich. In vielen Fällen reichen bereits kleine Dosen aus, um rheumatische Krankheitsbilder rasch zu bessern. Sollten Sie mit Kortison behandelt werden, wird diese Therapie durch unsere Experten eingeleitet und ständig überwacht.

Erfahrene Rheumatologen können Kortison auch in die Gelenke spritzen, wodurch eine schnell eintretende und oft lang anhaltende Besserung zu erreichen ist.

Sogenannte Basistherapeutika greifen anders als die oben genannten Antirheumatika in die Entstehung des Krankheitsprozesses ein. Sie können den Krankheitsverlauf stoppen und somit die Gelenkzerstörung aufhalten. Welche Therapie für Sie die richtige ist, wird in der Fachklinik 360° individuell festgelegt.

Biologika und zielgerichtete Therapie (beispielsweise JAK-Kinase-Hemmer) greifen noch zielgerichteter in den Krankheitsprozess ein. Inzwischen sind eine ganze Reihe von Substanzen verfügbar, deren Einsatz individuell abhängig vom Krankheitsstadium und Begleiterkrankungen festgelegt werden kann.

Physiotherapie und Ergotherapie

Um Funktionseinschränkungen zu verbessern und Schmerzen zu lindern, setzen wir u.a. physikalische Therapiemaßnahmen (Wärme-/Kälteanwendungen), Krankengymnastik (in der Gruppe und einzeln), Übungen im Bewegungsbad und weitere physiotherapeutische Behandlungen sowie Ergotherapie ein.