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Tendinose der Achillessehne (Achillodynie)

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen bei ehemaligen männlichen Elite-Langdistanzläufern in 52 Prozent der Fälle das Auftreten einer Tendinose der Achillessehne. Hierbei kommt es zu einem belastungsinduzierten Verschleiß der Sehne. Typischerweise zeigt sich eine schmerzhafte Sehnenverdickung ca. 2-7 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein. Die Athleten berichten häufig über ein belastungsabhängiges Steifigkeitsgefühl im oberen Sprunggelenk. Auslöser sind regelhaft hohe Trainingsintensitäten mit vielen schnellen Trainingseinheiten und Bergläufen. Faktoren, die zur Entstehung beitragen, sind eine schlechte Flexibilität der Achillessehne und Fehlstellungen der Ferse. Die veränderte Biomechanik des hinteren Fußes führt durch eine vermehrte Verdrehung der Sehne zu einer Überlastung. Konservative Therapiemaßnahmen, wie exzentrisches Dehnungstraining, Iontophorese und die Anpassung einer Einlage können die Beschwerden häufig deutlich bessern. Bei Beschwerdepersistenz kann der Sehnenverschleiß operativ entfernt werden. Das Einbringen von thrombozytenreichem Plasma unterstützt die Regeneration der Sehne und verkürzt die Rehabilitationszeit.