Fachklinik 360° - unser Endoprothetikzentrum

Informationen rund um die Gelenkersatz-Operation

Künstliche Gelenke für Hüfte und Knie in unserem zertifizierten Endoprothetikzentrum

Liebe Patientinnen,

lieber Patient,

bei Gelenkverschleiß oder nach Unfällen kann ein künstlicher Gelenkersatz – die Fachleute sagen Endoprothese –  erforderlich werden, um die möglichst schmerzfreie Beweglichkeit und Mobilität im Alltag wiederherzustellen. Die Zahlen sprechen für sich und eine gelebte tägliche Praxis: Jährlich werden in Deutschland mehr als 400.000 künstliche Gelenke implantiert. Für uns, als Fachklinik und Ärzte, ist ein solcher Eingriff Routine – für Sie, als Patient, nicht. Deshalb informieren wir Sie hier gern über die Möglichkeiten einer Gelenkersatzoperation am Hüft- und Kniegelenk.

In unserer Endoprothetik-Sprechstunde beraten wir Sie, inwiefern der künstliche Gelenkersatz für Sie und Ihre persönliche Situation die richtige Lösung ist. Bei der Entscheidung für eine Operation und die geeignete Gelenkprothese ziehen wir je nach Bedarf die entsprechenden Experten aus unserem interdisziplinären Netzwerk hinzu. Auch bei möglichen Begleiterkrankungen stehen im medizinischen, im pflegerischen und im physiotherapeutischen Bereich die passenden Spezialisten für Ihre optimale Behandlung zu Ihrer Verfügung.

Das Team der Fachklinik 360° ist bei allen Fragen persönlich für Sie da. Sprechen Sie uns an!

Sprechstunde Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenks – Mittwoch 8 – 15 Uhr

Terminvergabe unter Tel. 02102 206-200

Erfahrene Spezialisten

Dank der Spezialisierung unserer Fachärztinnen und Fachärzte können Sie in Ratingen auf eine erstklassige medizinische Versorgung vertrauen. Wir setzen auf modernste Operations-Techniken und minimal-invasive Verfahren für eine schonende Behandlung. Unsere Fachärzte haben langjährige Erfahrung mit sämtlichen Eingriffen der Primär- und Revisions-Endoprothetik (Eingriffe bei einer bereits vorhandenen Endoprothese). Dank unseres breiten Spektrums an konservativen und operativen Behandlungen können wir die optimale Therapie für Ihre individuellen Beschwerden und Ihre persönlichen Anforderungen entwickeln. Zur patientenindividuellen Diagnostik setzen wir modernste Medizintechnologie ein. Mit dem Ausbau der radiologischen Abteilung sind wir in der Lage, schnell vor Ort eine bildgebende Diagnostik durchzuführen.

Unsere Ziele im Zeichen Ihrer Gesundheit:

• Schmerzen lindern

• Mobilität wiederherstellen

• Lebensqualität steigern

Rundum gut versorgt

Unsere hohen Qualitätsanforderungen gelten selbstverständlich auch für unsere Pflege, die nach dem Prinzip der Bezugspflege organisiert ist. In diesem Fall wird Ihnen ab dem Zeitpunkt der stationären Aufnahme eine Pflegeperson zur Seite gestellt, die Sie während Ihres gesamten Aufenthaltes bis zur Entlassung begleitet. Auf der Basis einer zertifizierten „qualifizierten Schmerztherapie“ unterstützen wir Ihren Genesungsprozess durch unser auf Schmerztherapie spezialisiertes Pflegepersonal.
Zudem verfügen wir seit September 2017 eigens über ein hochspezialisiertes Schmerzzentrum an unserem Standort der Fachklinik 360°.

Case Management

Das Case Management plant und organisiert Ihren gesamten Aufenthalt (Telefon: 02102 206-407).

Qualitätsindikatoren – zertifiziert hohe Qualität

Als Endoprothetikzentrum der Fachklinik 360° ist uns hohe Qualität nicht nur ein wichtiges Anliegen, es ist die Voraussetzung für unsere Arbeit. Wir sind verpflichtet, die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie zu erfüllen und kontinuierlich zu kontrollieren. Als führende Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie in NRW steigt die Zahl der durchgeführten endoprothetischen Operationen in unserem Haus seit Jahren. So setzen wir jährlich rund 700 Endoprothesen ein. Die Fachklinik 360° ist  als Endoprothetik-Zentrum durch das Zertifizierungssystem endoCert zertifiziert.

Was bedeutet das für Sie?

Mit der unabhängigen Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum haben Sie die Gewissheit, dass die Operations- und Versorgungsqualität gesichert ist. Durch das kontinuierliche Qualitätsmanagement in unserer Fachklinik erfüllen wir die Anforderungen von endoCert an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung in der endoprothetischen Versorgung.

Kriterien für die Zertifizierung
  • Vorgegebene Anzahl an Gelenkersatz-Operationen
  • Erfahrene Operateure und Teams
  • Teilnahme der Fachärzte an Fort- und Weiterbildungen
  • Medizin auf dem neuesten Stand der Wissenschaft
  • Sorgfältige Planung des Eingriffs
  • Standardisierte Abläufe nach der Operation
  • Eine auf die Patientenbedürfnisse abgestimmte Ausstattung mit Personal und Medizintechnik
  • Optimale pflegerische und krankengymnastische Betreuung im stationären Verlauf
  • Interdisziplinäre Organisation der Behandlung
  • Intensive Einbindung des Patienten in seine Behandlung mit umfassender Information
  • Hohe Versorgungsqualität

Das Hüftgelenk

Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftpfanne im Beckenknochen und dem Hüftkopf, dem oberen Ende des Oberschenkelknochens. Beide Teile sind mit einer knorpeligen Gleitschicht überzogen. Eine Gelenkkapsel mit innenliegender Schleimhaut dichtet die gelenkige Verbindung ab. Sie produziert eine Flüssigkeit, die einerseits den Knorpel ernährt und andererseits für eine reibungsfreie Bewegung sorgt. Gleich einem Stoßdämpfer wird auf diese Weise die Kraft, die bei jedem Schritt und Sprung auftritt, abgefangen. Im Laufe eines Lebens wirken so unglaubliche Belastungen auf das Gelenk ein. Bänder zwischen den Knochen geben dem Gelenk die notwendige Stabilität; durch Muskeln und Sehnen wird es zusätzlich stabilisiert und bewegt.

Heute ist der Ersatz eines geschädigten Hüftgelenkes ein sehr häufig und erfolgreich durchgeführter Eingriff, der die Lebensqualität der Betroffenen wieder deutlich steigert. In Deutschland werden seit 2010 ca. 210 000 Hüft-Endoprothesen pro Jahr implantiert (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 2/2011). Standzeiten von 20 Jahren und mehr sind der derzeitige qualitative Anspruch.

Warum eine Hüft-Prothese?

Die Hüftprothese wird am häufigsten bei fortgeschrittener Arthrose mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks (Coxarthrose) notwendig.
(Hüftarthrose = Coxarthrose, lat. Coxa = Hüfte)

Diese Hüftarthrose ist charakterisiert durch den schmerzhaften Verschleiß des Gelenkknorpels und Veränderungen der Knochen. Hüftarthrose führt zu einer schmerzhaften Einsteifung des Hüftgelenks. Die Beweglichkeit des Patienten im Alltag und das Gangbild werden durch eine Hüftarthrose zunehmend beeinträchtigt. Außerdem können unfallbedingte Schäden (posttraumatisch), Knochendurchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose) oder erblich/anlagebedingte Veränderungen (Hüftdysplasie, Coxa vara oder valga) zum teilweise frühzeitigen Verschleiß des Gelenkes führen.

Das oberste Ziel unserer Arbeit ist zunächst der Erhalt des eigenen Gelenkes. Ist der Knorpelschaden und der damit einhergehende Schmerz noch nicht allzu schwerwiegend und noch nicht quälend, können verschiedene konservative Maßnahmen (Krankengymnastik, Akkupunktur, Medikamente, Injektionen) eingesetzt werden. Werden die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu intensiv und nimmt die Beweglichkeit des Gelenkes zu weit ab, kann die zerstörte Gelenkfläche durch eine Prothese ersetzt werden.

Durch eine Hüftprothese soll die Beweglichkeit, und in einem gewissen Ausmaß die Sportfähigkeit, zuverlässig wieder hergestellt werden.

Wie wird operiert?

Durch spezielle weichteilschonende Operationstechniken, die wir routinemäßig anwenden (minimal-invasive Techniken), werden die Muskeln am Oberschenkel bei uns nicht abgetrennt oder eingekerbt, sondern nur stumpf zwischen zwei benachbarten Muskeln auseinandergeschoben, ohne die Muskel zu verletzen oder dauerhaft zu schädigen. Der Weg zum Gelenk erfolgt durch diese natürliche Muskellücke. Der Hautschnitt kann je nach körperlicher Beschaffenheit des Patienten sehr klein gehalten werden. Hierdurch sind weniger Schmerzen und eine schnellere Mobilisation und eine raschere Zunahme der Beweglichkeit möglich.

Mit Hilfe von Kurzschaftprothesen kann eine knochensparende Prothesenversorgung durchgeführt werden. Dabei wird der Oberschenkelknochen und Teile des Oberschenkelhalses weitgehend erhalten. Für den möglichen Fall einer Wechseloperation steht auf diese Weise mehr Knochensubstanz des Oberschenkelknochens zur Verfügung. Das erlaubt auch bei der Revision dieser Hüftprothesen durch eine normale Geradschaftprothese wiederum eine sehr stabile und lange haltbare Versorgung. Die Versorgung mit einer Hüftprothese wird für jeden Patienten individuell geplant, nur so ist es möglich, die richtige Prothese für die Knochenbeschaffenheit, Knochenform, Weichteilsituation des jeweiligen Patienten zu wählen.

Wer operiert?

Die minimal-invasive Operationstechnik und die Vielfalt an Prothesentypen erfordern einen hohen Spezialisierungsgrad des Operateurs. Die Hauptoperateure im Endoprothetikzentrum der Fachklinik 360° sind erfahrene Prothesenoperateure und  waren teilweise langjährig in internationalen Referenzzentren für minimal-invasive Operationstechniken tätig. Dort wurden international Fachärzte in dieser besonders schonenden Technik unterwiesen. Als Patient profitieren Sie von dieser großen Erfahrung.

Vor- und Nachbehandlung?

Ihr Vorteil als Patient im Endoprothesenzentrum der Fachklinik 360° besteht in der engen Bindung zwischen Ihnen als Patient und Ihrem Prothesenteam. Indikationsstellung, Beratung und Aufklärung zur Operation erfolgen in unseren Ambulanzräumen. Die Indikationsstellung und Beratung erfolgt durch einen der verantwortlichen Operateure. Die Operation erfolgt nach stationärer Aufnahme. Die Betreuung in der Klinik (Visiten, Verbandswechsel, Therapieplanung und Schmerztherapie) erfolgen ebenfalls durch unser Team zusammen mit dem Kranken-Pflegeteam. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel nur  fünf bis zehn Tage, wird aber maßgeblich  zwischen Patient, Physiotherapeut und Arzt in Abhängigkeit vom Heilverlauf abgesprochen. Nach der Operation folgen Krankengymnastik und Mobilisation mit Augenmaß. Das Team der Krankengymnasten mobilisiert die Patienten schon ab dem ersten Tag nach der OP. Im Verlauf der ersten Woche laufen die Patienten in der Regel bereits eigenständig mit Unterarmgehstützen auf dem Flur und erlernen wieder das Treppensteigen. Zum Ende der ersten Woche ist der überwiegende Teil der Prothesenpatienten bereits eigenständig mobil.

Der Übergang zur stationären oder ambulanten Rehabilitation wird von Ihnen mit uns und dem Sozialdienst des Krankenhauses bereits vor der OP geplant, so dass es möglichst zu keinerlei Verzögerungen kommt.

Nach Abschluss der Rehabilitationsbehandlung wird die Weiterbehandlung wieder in die Hände des niedergelassenen Orthopäden oder Hausarztes gelegt. Hier entscheidet der Kollege in der Praxis in Abhängigkeit vom Befund über weitere allgemeine Krankengymnastik, Krankengymnastik an Geräten und/oder Lymphdrainage. Bei  Unklarheiten oder Problemen in der Nachbehandlung  bieten wir erneut unsere Prothesensprechstunde an.

Kontrollen?

Die empfohlenen regelmäßigen Kontrollen der Prothese in einem etwa jährlichen Abstand erfolgen ebenfalls durch die niedergelassenen Kollegen. Dabei entscheidet jeweils der Arzt, ob eine klinische Kontrolle ausreichend ist oder eine Röntgenkontrolle erfolgen muss.

Mit der Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum (EPZ) nach den Richtlinien von ClarCert haben wir unsere Qualität in der Versorgung von externen Auditoren unabhängig prüfen und bestätigen lassen. Diese Zertifizierung setzt neben der internen Interdisziplinarität auch externe Kooperationen voraus. Fragen, die über den Bereich der Endoprothetik hinausgehen, können auf Wunsch jederzeit durch die Spezialisten anderer Fachbereiche beantwortet werden.

Die Kooperationspartner des Endoprothetikzentrums:
  • Institut für Pathologie und Zytologie Düsseldorf
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Radiologie
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Nuklearmedizin
  • Physiotherapie 360°
  • Sanitätshaus Drescher
  • Labormedizin - Dres. med. Wisplinghoff und Kollegen
  • EndoProthetikZentrum (EPZMax) Johanna Etienne Krankenhaus Neuss
  • EPZ-Kooperation Gefäßchirurgie Sana Kliniken Duisburg
  • Innere Medizin St. Marienhospital Ratingen
  • Marienkrankenhaus Intensivstation
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Strahlentherapie
  • Geriatrie mit geriatrischer Tagesklinik St. Lukas Klinik

Die Knie-Prothese

In Deutschland werden ca. 170.000 Knie-Prothesen jährlich eingesetzt. Durch verbesserte Operationstechniken und moderne Implantate zählt diese Operation zu den häufigsten und erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie.

Standzeiten (Haltbarkeit) von 15 bis 20 Jahren sind der derzeitige qualitative Anspruch an die von uns verwendeten Implantate. Dabei beeinflussen Faktoren wie Belastungsintensität und Körpergewicht die Haltbarkeit bzw. Festigkeit einer Prothese. 

Abnutzungen der Gleitflächen oder eine Lockerung aus dem Knochen machen eventuell Revisionsoperationen erforderlich. Daher wird bei der ersten Operation so knochensparend wie möglich operiert. Bei der Operation werden die zerstörten Gelenkflächen sparsam entfernt und die neue Oberfläche auf dem Knochen verankert.

Arthrose, also der krankhafte Verschleiß des Gelenkknorpels, ist die häufigste Ursache für Kniebeschwerden. Sie nimmt bei den Gelenkschäden – auch im jüngeren Alter – eine immer größere Bedeutung ein. Wenn sich der Knorpel im Kniegelenk abnutzt, ist dies ein Prozess, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann (bestenfalls lässt er sich verzögern). Der Knorpel, der an den Gleitflächen den Knochen schützt, ist bei Schädigung nicht in der Lage, sich selbst zu heilen. Durch den zunehmenden Verschleiß des Knorpels kommt es zum direkten Kontakt von Knochen auf Knochen. Die Folgen der Arthrose am Knie (Gonarthrose) sind starke Schmerzen bei Belastung und zunehmende Bewegungseinschränkungen. Die schmerzfreien Gehstrecken werden immer kürzer. Zuletzt entstehen auch im Ruhezustand starke Schmerzen. Gleichzeitig kann auch die Stabilität des Kniegelenks immer schlechter werden. Die Ursache ist häufig eine Fehlstellung der Beine. So belasten zum Beispiel X- oder O-Beine die Kniegelenke einseitig. Zunehmend sind auch Übergewicht und Unfälle wie z. B. Sportverletzungen Ursache für den Verschleiß

Das erste Ziel bei unserer Arbeit in der Fachklinik 360° ist der Erhalt eines Gelenkes. Dazu stehen verschiedene Gelenkerhaltende konservative Methoden (Krankengymnastik, Präventionsmaßnahmen, Medikamente, Bestrahlungen und Injektionen) zur Verfügung. Sie werden meist im ambulanten Bereich, also aus der niedergelassenen Praxis heraus, verordnet und lokal  durchgeführt. Wenn diese Therapien keine bleibende Besserung mehr zeigen und der Leidensdruck des Patienten steigt, stehen – je nach Befund - operative Verfahren (arthroskopische Knorpeltherapie, Umstellungsoperationen bei Fehlstellungen) bei uns im Endoprothetikzentrum zur Verfügung.

Sollten weder konservative noch gelenkerhaltende Operationsverfahren zur Behandlung von degenerativen Knorpelschäden ausreichen, ist ein künstlicher Gelenkersatz erforderlich. Das Ersetzen der zerstörten Gelenkflächen verspricht eine dauerhafte Schmerzreduktion und eine verbesserte Mobilität des Patienten. Dabei ist eine genaue Diagnostik durch die klinische Untersuchung eines erfahrenen Spezialisten und eine Bildgebung (Röntgen, Kernspintomographie oder Computertomographie) erforderlich.

Ihr spezialisiertes Team des Endoprothetikzentrums erklärt Ihnen die Befunde und zeigt Ihnen, welcher Prothesentyp für Ihr Knie geeignet ist. Die Auswahl besteht grundsätzlich aus Teilprothesen (Schlittenprothese), Vollprothesen (bicondyläre Oberflächenersatzprothese) und Scharnierprothesen (teil- oder vollgekoppelte Prothesen)

Wer operiert?

In der Fachklinik 360° erwartet Sie ein Team von Spezialisten sowohl für die arthroskopische Knorpeltherapie, die Umstellungsoperationen an Ober- und Unterschenkel zur Korrektur von X- und O-Beinen und selbstverständlich für die Endoprothetik der großen und kleinen Gelenke einschließlich Wechsel- und Revisionsendoprothetik.

Ihr Vorteil als Patient im Endoprothetikzentrum besteht in der engen Bindung zwischen Ihnen als Patient und Ihrem Prothesenteam. Indikationsstellung, Beratung und Aufklärung zur Operation erfolgen in unseren Ambulanzräumen.

Die Indikationsstellung und Beratung übernimmt einer der verantwortlichen Operateure. Nach der stationären Aufnahme wir die Operation durchgeführt. Die Betreuung in der Klinik (Visiten, Verbandwechsel, Therapieplanung und Schmerztherapie) erfolgen ebenfalls durch unser Team und die Krankenpflege. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel zwischen fünf und zehn Tage. Die genaue Verweildauer wird  zwischen Patient, Physiotherapeut und Arzt in Abhängigkeit vom Heilverlauf abgesprochen. Das Team der Krankengymnasten mobilisiert die Patienten ab dem ersten Tag nach der Operation. Im Verlauf der ersten Woche laufen die Patienten in der Regel bereits eigenständig mit Unterarmgehstützen auf dem Flur und erlernen wieder das Treppensteigen. Zum Ende der ersten Woche ist der überwiegende Teil der Prothesen-Patienten bereits eigenständig mobil.

Insbesondere die Knie-Endoprothese erfordert jedoch ein hohes Maß an Motivation des Patienten. Erst die Kombination der Operation mit anschließender Krankengymnastik, Reha und selbstmotivierten Mitarbeit des Patienten führt zu überzeugenden Ergebnissen.

Der Übergang zur stationären oder ambulanten Rehabilitation wird von Ihnen mit uns und dem Sozialdienst des Krankenhauses bereits vor der Operation geplant. So wollen wir sicherstellen, dass es möglichst zu keinerlei Verzögerungen kommt.

Nach Abschluss der Rehabilitationsbehandlung wird die Weiterbehandlung in die Hände des niedergelassenen Orthopäden oder Hausarztes gelegt. Hier entscheidet der Kollege in der Praxis in Abhängigkeit vom Befund über weitere allgemeine Krankengymnastik, Krankengymnastik an Geräten und/oder Lymphdrainage. Sollten Unklarheiten oder Probleme in der Nachbehandlung auftreten, bieten wir unsere Prothesensprechstunde an.

Durch ein weitgehend schmerzfreies, bewegliches und stabiles Kniegelenk sind nach der Operation viele Aktivitäten wieder möglich. Auch Sportarten wie Golf, Radfahren, Walken, Wandern, Schwimmen und Fitnesstraining können von vielen Patienten wieder ausgeführt werden.

Kontrollen?

Die regelmäßigen Kontrollen der Prothese im etwa jährlichen Abstand (Empfehlung) erfolgen ebenfalls durch die niedergelassenen Kollegen. Dabei entscheidet jeweils der Arzt, ob eine klinische Kontrolle ausreichend ist oder eine Röntgenkontrolle erfolgen muss (eine jährliche Röntgenkontrolle ist aber nicht zwingend erforderlich).

Mit der Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum (EPZ) nach den Richtlinien von ClarCert haben wir unsere Qualität in der Versorgung auch von externen Auditoren unabhängig prüfen und bestätigen lassen. Diese Zertifizierung setzt interne Interdisziplinarität und Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern voraus. So können auch Fragen, die über den Bereich der Endoprothetik hinausgehen, durch die Spezialisten der anderen Fachbereiche beantwortet werden.

Die Kooperationspartner des Endoprothetikzentrums:
  • Institut für Pathologie und Zytologie Düsseldorf
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Radiologie
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Nuklearmedizin
  • Physiotherapie 360°
  • Sanitätshaus Drescher
  • Labormedizin - Dres. med. Wisplinghoff und Kollegen
  • EndoProthetikZentrum (EPZMax) Johanna Etienne Krankenhaus Neuss
  • EPZ-Kooperation Gefäßchirurgie Sana Kliniken Duisburg
  • Innere Medizin St. Marienhospital Ratingen
  • Marienkrankenhaus Intensivstation
  • Med360° Rheinland - Fachbereich Strahlentherapie
  • Geriatrie mit geriatrischer Tagesklinik St. Lukas Klinik