Wir über uns

Über 110 Jahre Dienst an Ihrer Gesundheit

Die Geschichte des ehemaligen Evangelischen Fachkrankenhauses Ratingen begann mit einer guten Tat des Ratinger Kaufmannes Friedrich Wilhelm Schlippert (1806 – 1890): Seine Stiftung war es, die es der evangelischen Kirchengemeinde Ratingen ermöglichte, für die Menschen in und um Ratingen ein Krankenhaus zu erbauen, das sich ganz der Pflege und Fürsorge verschrieb.

Nachdem die Kirchengemeinde als Baugrundstück viereinhalb Morgen Land an der Rosenstraße erwarb und der Ratinger Amtsrichter Dr. Markus Cromford weitere zweieinhalb Morgen als Schenkung mit einbrachte, erfolgte am 12. April 1896 die Grundsteinlegung für ein Krankenhaus mit 26 Betten. Nach knapp 1 ½ Jahren Bauzeit konnte am 31. Oktober 1897 die Klinik eingeweiht werden. Das Diakonissen-Mutterhaus Kaiserswerth übernahm damals mit zwei Krankenschwestern die pflegerische Betreuung des Hauses.

Der 1. Weltkrieg verhinderte eine schon früh ins Auge gefasste Erweiterung des Hauses, die so erst 1927 begonnen werden konnte. Weitere 30 Jahre sollten vergehen, bis 1958 der Neubau des heutigen Bettentraktes seiner Bestimmung übergeben wurde: 160 Betten standen für die Chirurgie, Innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren-, Kinder- und Augenabteilung zur Verfügung.

Nachdem sich 1971 das bisher in direkter Verwaltung der Kirchengemeinde stehende Krankenhaus in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt hatte, erfolgte 1974 eine Umstrukturierung des Hauses: Aus dem Allgemeinkrankenhaus für die Versorgung der Ratinger Bevölkerung entstand eine Fachklinik für Orthopädie mit regionaler Bedeutung, die schon 1978 um eine Fachklinik für Rheumatologie ergänzt wurde.

1995 wurde das Krankenhaus mit dem evangelischen Altenheim zu einem gemeinsamen Betrieb verschmolzen.

In den Folgejahren wurde es unter den sich immer mehr von Wirtschaftlichkeitszwängen geprägten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen zunehmend schwerer, das Haus zu führen. Durch eine großzügige Spende von Ferdinand Trimborn gelang es 1997, mit der Neuerrichtung des OP-Traktes noch einmal ein Ausrufezeichen zu setzen. Hintergrund war ein für diese Zeit einmalig-innovatives OP-Konzept im Krankenhausbereich.

2013 veräußerte die Kirchengemeinde das Krankenhaus und Seniorenzentrum an die Deutsche Klinik Union, da sich die Kirchengemeinde im sehr wettbewerbsintensiven Krankenhausmarkt mit hohem Veränderungsdruck nicht mehr in der Lage sah, den heutigen Herausforderungen standzuhalten und eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die Patienten und Mitarbeiter zu bieten.

Auch für die Deutsche Klinik Union stellte sich bald heraus, dass die Erzielung eines positiven Ergebnisses als Grundvoraussetzung für einen Weiterbetrieb der Häuser nur gelingen kann, wenn man es schafft, ein Betreiberkonzept zu entwickeln, das auch die ambulanten Strukturen mit berücksichtigt. Folgerichtig wurde dann mit der Med 360° Gruppe (ehemals RNR) Mitte 2015 nochmals ein neuer Betreiber gesucht und gefunden, der aufgrund seiner tiefen Verwurzelung im ambulanten Versorgungsbereich die idealen Voraussetzungen mitbringt, um die Zukunft des Krankenhauses und des Seniorenzentrums nachhaltig zu sichern.

Die Med 360° Gruppe ist spezialisiert auf radiologische Versorgung an Krankenhäusern, zeichnet sich jedoch zusätzlich durch Übernahme ambulanter Versorgung in den Bereichen Orthopädie, Nuklearmedizin, Neurologie, Strahlentherapie, Physiotherapie und weiteren Fachbereichen aus.
Das Konzept der Med 360° Gruppe sieht vor, aus dem Krankenhausstandort Ratingen ein Zentrum für ambulante und stationäre Versorgung für Patienten mit Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke zu machen.